# SRC: Seefunkzeugnis, Prüfung und Funk-Simulator > SRC Seefunkzeugnis: 24 Fragen aus 180, höchstens 5 Fehler, dazu englischer Teil und Praxisprüfung. Wie die drei Teile ablaufen. Quelle: https://bootsscheinmeister.de/kurse/src Stand: 2026-10-02 Anbieter: Kilo Moana UG (haftungsbeschränkt) Schein: SRC## Die SRC-Prüfung auf einen Blick - Fragenkatalog: 180 Multiple-Choice-Fragen in sieben Sachgebieten: GMDSS, Funkeinrichtungen, DSC, UKW-Sprechfunk, Betriebsverfahren, NAVTEX und SAR. - Prüfungsbogen: 24 Fragen aus dem Katalog. - Antwortmöglichkeiten: 4 je Frage. - Prüfungsdauer: 30 Minuten für den schriftlichen Teil. - Bestanden ab: Höchstens 5 Fehler, also mindestens 19 von 24 richtigen Antworten. - Weitere Prüfungsteile: Es sind drei Teile, nicht zwei. Neben dem Multiple-Choice-Teil steht die schriftliche Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen in englischer Sprache mit dem internationalen phonetischen Alphabet, samt Übersetzung ins Deutsche — und zusätzlich wird ein deutscher Text ins Englische übersetzt. Dazu die praktische Prüfung an DSC-UKW-Anlagen, ebenfalls auf Englisch. - Was Bootsscheinmeister abdeckt: Den Multiple-Choice-Teil mit Bogensimulation und den praktischen Sprechfunk am Funk-Simulator: Not-, Dringlichkeits-, Sicherheits- und Routineverkehr, Distress Relay, Aufhebung eines Fehlalarms, Funkstille gebieten, Kanalwechsel. Seit Oktober 2026 auch die Gerätebedienung — Kanalwahl, Sendeleistung, Rauschsperre, DSC-Notknopf. - Was der Simulator (noch) nicht kann: Den DSC-Controller editieren — MMSI eingeben, Notfallart wählen. Der Notknopf sendet einen Alarm, mehr nicht. Bei der SRC-Praxis ist das Pflichtaufgabe 1, und sie gehört an ein echtes Gerät. Angaben nach dem amtlichen Fragenkatalog SRC des Amts für Binnen-Verkehrstechnik (ABVT) in Koblenz, Ausgabe 2018, und der Prüfungsordnung für Sprechfunkzeugnisse. Die Nutzung des Katalogs erfolgt mit Genehmigung des ABVT. Recherchestand Oktober 2026. Verbindlich ist die jeweils geltende Prüfungsordnung deiner Prüfstelle. --- ## Was das SRC erlaubt Das Short Range Certificate — amtlich *Beschränkt Gültiges Funkbetriebszeugnis* — berechtigt zur Bedienung von UKW-Seefunkanlagen mit DSC (Digital Selective Calling) in der Küstenfahrt. Es ist an die **Funkanlage** gebunden, nicht an die Bootsgröße oder den Führerschein. ## Die drei Prüfungsteile **Multiple Choice.** 24 Fragen aus dem 180er-Katalog, 30 Minuten, höchstens fünf Fehler. Die Sachgebiete reichen vom GMDSS-Konzept über die Bedienung von DSC-Controller und NAVTEX bis zu Such- und Rettungsverfahren. **Englisch — und mehr als ein Diktat.** Du nimmst eine Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldung **schriftlich auf**, in englischer Sprache und mit dem internationalen phonetischen Alphabet, und übersetzt sie danach ins Deutsche. Zusätzlich wird ein deutscher Text ins Englische übersetzt. Seefunk ist international, und im Notfall wird englisch gesprochen. Dieser Teil wird am häufigsten unterschätzt, weil er in der Aufzählung zwischen den beiden auffälligen steht. **Praxis.** Am Funkgerät, vor der Prüferin oder dem Prüfer. Hier wird sichtbar, ob die Verfahren wirklich sitzen: Ein MAYDAY-Ruf hat eine feste Reihenfolge von Meldeelementen, und die soll man nicht suchen müssen. ## Warum der Praxisteil der schwierige ist Die 180 Katalogfragen lassen sich lernen wie jeder andere Katalog. Der Sprechfunk nicht — er ist eine motorische Fertigkeit. Man weiß, was in einen Notruf gehört, und bringt es beim ersten lauten Aussprechen trotzdem durcheinander. Genau deshalb gibt es den Funk-Simulator: ein nachgebildetes UKW-Gerät mit Push-to-Talk, Spracherkennung und einer KI-Gegenstelle, die im vorgeschriebenen Verfahren antwortet. Geübt werden die Kategorien der Prüfung — Notverkehr, Dringlichkeitsverkehr, Sicherheitsverkehr, Routinefunk und Textabgabe. Man kann einen MAYDAY-Ruf zwanzigmal sprechen, ohne jemanden zu alarmieren. ## Das Gerät zählt mit Seit Oktober 2026 ist im Simulator nicht nur das Gespräch nachgebildet, sondern auch das **Gerät**: Kanalwahl über die UKW-Kanäle, Sendeleistung in den zwei amtlichen Stufen, Rauschsperre vor jeder Aussendung, DSC-Notknopf mit Haltezeit. Das ist kein Dekor. Der eingestellte Zustand reist mit jedem Funkspruch mit: Wer auf einem anderen Kanal sendet, wird von der Gegenstelle **nicht gehört**. Wer mit voller Leistung auf einem Kanal sendet, der nur die kleine Stufe erlaubt, bekommt das in der Bewertung als Verstoß genannt. In der echten Prüfung ist genau das die Hälfte der Aufgabe. Ein Notruf, der inhaltlich sitzt und auf dem falschen Kanal abgesetzt wird, ist kein Notruf. > **Eine Lücke, die wir nicht verschweigen:** Den DSC-Controller zu > *editieren* — MMSI eingeben, Notfallart wählen — kann der Simulator nicht. > Der Notknopf sendet einen Alarm, mehr nicht. Bei der SRC-Praxis ist das > Pflichtaufgabe 1, und sie gehört an ein echtes Gerät. ## Wie du dich vorbereitest 1. **Katalog nach Sachgebieten.** Sieben Gebiete, überschaubar portioniert. 2. **DSC gesondert.** Die DSC-Bedienung ist der Teil, bei dem Verwechslungen am häufigsten sind. 3. **Von Anfang an laut sprechen.** Nicht erst kurz vor der Prüfung. 4. **Simulation zum Schluss.** 24 Fragen, 30 Minuten. ## Verwandte Scheine Das Gegenstück für Binnenwasserstraßen ist das **[UBI](/kurse/ubi)**. Wer das SRC bereits hat, kann es über eine verkürzte Ergänzungsprüfung erwerben. Der zugehörige Bootsführerschein für die See ist der **[SBF-See](/kurse/sbf-see)**. ## Häufige Fragen zum SRC ### Wer braucht ein SRC? Jede Person, die eine UKW-Seefunkanlage mit DSC auf einem Sportboot in der Küstenfahrt bedient. Das Zeugnis hängt an der Funkanlage, nicht am Bootsführerschein: Du brauchst es auch dann, wenn du „nur“ den SBF-See hast — und du brauchst es nicht, wenn keine Seefunkanlage an Bord ist. ### Wie viele Fragen hat die SRC-Prüfung und wie viele darf ich falsch haben? Der schriftliche Teil besteht aus 24 Multiple-Choice-Fragen, gezogen aus einem Katalog von 180 Fragen. Erlaubt sind höchstens 5 Fehler, du brauchst also mindestens 19 richtige Antworten. Dafür stehen 30 Minuten zur Verfügung. ### Woraus besteht die SRC-Prüfung insgesamt? Aus drei Teilen, und der mittlere wird gern übersehen: dem schriftlichen Multiple-Choice-Teil mit 24 Fragen in 30 Minuten (höchstens 5 Fehler), der schriftlichen Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen auf Englisch mit dem phonetischen Alphabet samt Übersetzung ins Deutsche und einer Übersetzung vom Deutschen ins Englische, und der praktischen Prüfung am Gerät. Alle Teile müssen einzeln bestanden werden. ### Wie übe ich den praktischen Funkteil? Im Funk-Simulator: Du bedienst ein nachgebildetes UKW-Gerät mit Push-to-Talk, sprichst über dein Mikrofon, und eine KI-Gegenstelle antwortet im vorgeschriebenen Verfahren. Seit Oktober 2026 ist auch das Gerät selbst bedienbar: Kanalwahl, Sendeleistung, Rauschsperre, DSC-Notknopf. Der eingestellte Zustand zählt mit — wer auf dem falschen Kanal sendet, wird nicht gehört. Geübt werden die Pflichtaufgaben der echten Prüfung: Notmeldung, Distress Relay, Aufhebung eines Fehlalarms, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr, Funkstille gebieten, Kanalwechsel. ### Was ist der Unterschied zwischen SRC und UBI? Das SRC gilt für den Seefunk (UKW mit DSC in der Küstenfahrt), das UBI für den Binnenfunk auf Binnenschifffahrtsstraßen. Es sind zwei getrennte Zeugnisse mit eigenen Fragenkatalogen und eigenen Prüfungen. Wer sowohl auf See als auch im Binnenbereich funkt, braucht beide; für Inhaber eines SRC gibt es allerdings eine verkürzte Ergänzungsprüfung zum UBI. ### Wie lange ist das SRC gültig? Das Zeugnis wird unbefristet ausgestellt. Die Funkverfahren ändern sich aber gelegentlich, und wer jahrelang nicht gefunkt hat, ist im Ernstfall langsam — der Simulator eignet sich auch zum Auffrischen.