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SBF-See

SBF-See: Prüfung, Fragenkatalog und Vorbereitung

Der Sportbootführerschein See ist der Einstieg für Motorboote über 15 PS auf Seeschifffahrtsstraßen und in Küstengewässern. Die Theorieprüfung besteht aus einem Multiple-Choice-Teil und einer Navigationsaufgabe, und beide muss man einzeln bestehen.

Motorboot von achtern, das zwischen zwei Fahrwassertonnen auf die offene See hinausfährt; im Hintergrund eine flache Küstenlinie.

Die SBF-See-Theorieprüfung auf einen Blick

Fragenkatalog
285 Multiple-Choice-Fragen. Die Fragen 1 bis 72 sind die Basisfragen, 73 bis 285 die spezifischen Seefragen. Dazu kommen 15 Navigationsaufgaben.
Prüfungsbogen
30 Multiple-Choice-Fragen (7 aus dem Basisteil, 23 aus dem Seeteil) plus eine Navigationsaufgabe mit 9 Teilaufgaben.
Antwortmöglichkeiten
4 je Frage, genau eine ist richtig.
Prüfungsdauer
60 Minuten für den schriftlichen Teil.
Bestanden ab
5 von 7 Basisfragen und 18 von 23 Seefragen und 7 von 9 Teilaufgaben der Navigation. Alle drei Grenzen gleichzeitig.
Praktische Prüfung
Separat: Knoten, Manöver und Fahren unter Motor beim Prüfungsausschuss.
Was Bootsscheinmeister abdeckt
Den kompletten Multiple-Choice-Teil samt Bogenzusammenstellung, Zeitlimit und Bewertung pro Teilbereich. Die Kartenaufgabe der Navigation übst du mit der amtlichen Übungskarte.

Angaben nach dem amtlichen Fragenkatalog See der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (Ausgabe August 2023, veröffentlicht über ELWIS) und der Sportbootführerscheinverordnung. Recherchestand Mai 2026. Verbindlich ist die jeweils geltende Prüfungsordnung deines Prüfungsausschusses.

Was der SBF-See erlaubt

Der Sportbootführerschein See ist der amtliche Befähigungsnachweis für das Führen von Sportbooten mit mehr als 15 PS (11,03 kW) Antriebsleistung auf den Seeschifffahrtsstraßen und in Küstengewässern. Für viele Charterfirmen ist er die Mindestvoraussetzung, und er ist die Grundlage, auf der SKS und weitere Scheine aufbauen.

Wie die Theorieprüfung aufgebaut ist

Der schriftliche Teil hat zwei Hälften, die getrennt bewertet werden.

Der Multiple-Choice-Teil zieht 30 Fragen aus dem amtlichen Katalog: sieben aus dem Basisteil und 23 aus dem Seeteil. Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, genau eine ist richtig.

Die Navigationsaufgabe ist eine Kartenaufgabe mit neun Teilaufgaben: Kursberechnung, Besteckrechnung, Peilungen, Gezeiten. Sie wird auf einer amtlichen Übungskarte gerechnet und braucht Zirkel, Anlegedreieck und Übung mit der Hand. Eine App kann dir die Aufgabentypen zeigen, aber das Zeichnen musst du auf Papier üben.

Beide Teile zählen einzeln. Wer die Navigationsaufgabe liegen lässt und auf den Multiple-Choice-Teil setzt, fällt durch. Auch mit 30 von 30 richtigen Fragen.

Warum „24 von 30" die falsche Zahl ist

In Foren und Lern-Apps steht fast überall dieselbe Faustregel: 24 von 30 richtige Antworten, dann ist bestanden. Sie ist in beide Richtungen falsch.

Bewertet wird pro Teilbereich, und die Grenzen gelten gleichzeitig:

  • mindestens 5 von 7 im Basisteil,
  • mindestens 18 von 23 im Seeteil,
  • mindestens 7 von 9 Teilaufgaben der Navigationsaufgabe.

Zwei Fälle zeigen, was das heißt:

24 richtig und trotzdem durchgefallen. Vier richtige Basisfragen und 20 richtige Seefragen ergeben 24 von 30 — ein guter Schnitt. Die Prüfung ist dennoch nicht bestanden, weil im Basisteil eine Antwort zur Grenze fehlt. Drei Fehler in sieben Fragen, und die anderen 23 können das nicht ausgleichen.

23 richtig und bestanden. Fünf Basisfragen und 18 Seefragen sind exakt das Minimum in beiden Blöcken — und damit reicht es.

Die Faustregel zeigt also nicht nur eine ungenaue Zahl, sie lenkt die Aufmerksamkeit auf den falschen Block: Der Basisteil ist mit sieben gezogenen Fragen und zwei erlaubten Fehlern die engste Stelle der ganzen Prüfung. Genau deshalb wertet die Prüfungssimulation hier getrennt nach Teilbereichen aus und nicht als Gesamtquote.

Die Arithmetik, die die Gesamtquote verschweigt

Die typische Lernkurve sieht gut aus: nach vier Wochen 85 Prozent, nach sechs über 90. Und dann hat der Basisteil drei Fehler.

Der Grund ist eine Mischrechnung. Der Basisteil ist 72 von 285 Fragen, also rund ein Viertel des Katalogs. Wer ihn zu 80 Prozent beherrscht und den Rest zu 95, steht in der Gesamtquote über 91 Prozent — und landet statistisch bei 5,6 von 7 richtigen Basisfragen. Das ist knapp über der Grenze, und knapp ist bei sieben Fragen sehr knapp.

Die Regel daraus: Bewerte dich so, wie die Prüfung dich bewertet — getrennt nach Teilbereich, mit den echten Grenzen. Eine Statistik, die nur eine Gesamtzahl zeigt, verschweigt genau die Information, auf die es ankommt.

Themen im Katalog

Der Basisteil (Fragen 1 bis 72) deckt ab, was für jedes Sportboot gilt: Verkehrsrecht, Vorfahrtsregeln, Schallsignale, Sicherheit an Bord, Umweltrecht.

Der Seeteil (Fragen 73 bis 285) kommt dazu: Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung und KVR, Betonnung und Leuchtfeuer, Wetterkunde, Gezeiten, Seemannschaft, Notsituationen und Rettungsmittel.

Wie du dich vorbereitest

  1. Erst der Basisteil. 72 Fragen, und du brauchst sie für jeden weiteren Schein. Im Modus Leicht mit sofortigem Feedback durchgehen.
  2. Dann der Seeteil in Portionen. 213 Fragen am Stück sind niemandes Freund. Nach Themengebiet arbeiten und die Statistik entscheiden lassen, was als Nächstes dran ist.
  3. Schwache Fragen wiederholen. Die Lernhilfen sammeln, was du mehrfach falsch hattest, und legen es dir gezielt wieder vor.
  4. Zum Schluss die Simulation. Echter Bogen, 60 Minuten Countdown, Bewertung pro Teilbereich. Wenn die dreimal hintereinander sitzt, bist du für den Multiple-Choice-Teil bereit.
  5. Navigation auf Papier. Parallel, mit der amtlichen Übungskarte.

Die Navigationsaufgabe ist Handarbeit

Neun Teilaufgaben auf der amtlichen Übungskarte, mindestens sieben müssen stimmen. Gerechnet wird mit Zirkel, Anlegedreieck und Bleistift — und genau das ist der Teil, den eine Lern-App nicht übernehmen kann.

Typisch sind Kurse über Grund und durchs Wasser, Besteckrechnung mit Versetzung, Kreuzpeilungen zur Standortbestimmung und Gezeitenrechnung. Keine dieser Aufgaben ist für sich schwer; schwierig wird es durch die Sorgfalt, die man unter Zeitdruck verliert. Ein um zwei Grad schief angelegtes Dreieck ist keine Wissenslücke, kostet aber dieselbe Teilaufgabe.

Deshalb gehört die Kartenarbeit parallel in die Vorbereitung und nicht ans Ende: zwei feste Termine pro Woche mit Karte auf dem Tisch, von Woche drei an. Was wir abdecken, sind die zugehörigen Wissensfragen; das Zeichnen übst du auf Papier.

Und die praktische Prüfung

Zum SBF-See gehört eine praktische Prüfung auf dem Wasser — Manöver, Knoten, Verhalten an Bord. Sie wird von deinem Prüfungsausschuss abgenommen (DSV oder DMYV), und ihre Anforderungen legt die Prüfungsordnung fest.

Dieser Kurs bereitet den theoretischen Teil vor. Für die Praxis brauchst du Zeit auf dem Wasser und in aller Regel eine Bootsschule; welche Manöver konkret verlangt werden und wie viele Übungsstunden sinnvoll sind, sagt dir dein Ausbilder genauer, als wir es hier könnten.

Nach dem SBF-See

Wer weiter hinaus will, macht den SKS für Küstengewässer bis 12 Seemeilen. Für Flüsse, Kanäle und Seen gibt es den SBF-Binnen; die 72 Basisfragen gelten dort ebenso, du lernst sie also nur einmal.

Sobald eine UKW-Seefunkanlage an Bord ist, kommt das SRC dazu. Es ist unabhängig vom SBF und wird oft direkt im Anschluss gemacht.

Häufige Fragen zum SBF-See

Wie viele Fragen hat die SBF-See-Prüfung?

Der Prüfungsbogen enthält 30 Multiple-Choice-Fragen: 7 aus dem Basisteil (Fragen 1 bis 72 des Katalogs) und 23 aus dem spezifischen Seeteil (Fragen 73 bis 285). Dazu kommt eine Navigationsaufgabe mit 9 Teilaufgaben. Der Gesamtkatalog, aus dem die Fragen gezogen werden, umfasst 285 Multiple-Choice-Fragen und 15 Navigationsaufgaben.

Wie viele Fehler darf ich beim SBF-See machen?

Die Frage lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten, und das ist der häufigste Irrtum. Bewertet wird pro Teilbereich: Du brauchst mindestens 5 von 7 richtigen Basisfragen, mindestens 18 von 23 richtigen Seefragen und mindestens 7 von 9 richtigen Teilaufgaben in der Navigation. Alle drei Grenzen müssen gleichzeitig erfüllt sein. Die verbreitete Faustregel „24 von 30“ kannst du erfüllen und trotzdem durchfallen, etwa mit 3 Fehlern im Basisteil.

Wie lange dauert die theoretische SBF-See-Prüfung?

60 Minuten für den schriftlichen Teil, also Multiple Choice und Navigationsaufgabe zusammen. Die praktische Prüfung ist ein eigener Termin.

Was muss ich in der Navigationsaufgabe können?

Neun Teilaufgaben auf der amtlichen Übungskarte, von denen mindestens sieben stimmen müssen — typischerweise Kurse über Grund und durchs Wasser, Besteckrechnung mit Versetzung, Kreuzpeilungen zur Standortbestimmung und Gezeitenrechnung. Gearbeitet wird mit Zirkel, Anlegedreieck und Bleistift. Das ist Handarbeit und lässt sich am Bildschirm nicht nachbilden: Wir decken die zugehörigen Wissensfragen ab, das Zeichnen übst du auf Papier. Plan dafür eigene Termine ein — ein schief angelegtes Dreieck ist keine Wissenslücke, kostet aber dieselbe Teilaufgabe.

Wo finde ich den amtlichen Fragenkatalog?

Der Fragenkatalog See wird von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes herausgegeben und auf ELWIS als PDF veröffentlicht, kostenlos und für alle zugänglich. Bootsscheinmeister arbeitet mit genau diesem Katalog. Der Unterschied liegt in der Übungsform: gemischte Antwortreihenfolge, Prüfungsbogen-Simulation und Auswertung pro Teilbereich statt einer PDF-Liste.

Sind die Basisfragen beim SBF-See und SBF-Binnen dieselben?

Ja. Die Fragen 1 bis 72 sind der gemeinsame Basisteil beider Kataloge. Wer beide Scheine macht, lernt diesen Teil nur einmal; nur die spezifischen Fragen ab Nummer 73 unterscheiden sich.

Ersetzt das Üben mit der App die Bootsschule?

Nein. Bootsscheinmeister bereitet auf den theoretischen Teil vor. Die praktische Ausbildung, die praktische Prüfung und die Abnahme der Theorieprüfung laufen über einen anerkannten Prüfungsausschuss von DSV oder DMYV.

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Weitere Scheine

285 Fragen sind machbar, mit System

Wir öffnen in Kürze. Der Plan: erst der Basisteil, dann der Seeteil in Portionen, zum Schluss die Simulation.

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